Flintentraining in Lauterbach

Zu Gast bei den Sportschützenverein Lauterbach e.V.

Zum Flintentraining brachen am 09.06.2018 einige Schützen unserer Flintengruppe nach Lauterbach auf. Die Autos vollgepackt mit dem nötigen Arbeitsmaterial, Verpflegung und guter Laune sollte es ein gelungener Tag werden. Neben den „alten Hasen“ waren auch Neulinge des Schießsports, vor allem aber im Flintenschießen dabei.Flintentraining in Lauterbach Skeet und Trap

Aber fangen wir mit der Ankunft an der Schießanlage an. Nach und nach trudelten wir Astheimer in Lauterbach ein, luden das Gepäck aus und verstauten es im Vereinsheim der Lauterbacher, die uns herzlich Willkommen hießen. Immerhin kennt man sich doch von der ein oder anderen Veranstaltung und so fühlte man sich sehr schnell heimisch.

Bereit und ausgestattet sollte es dann auch schon bald bei bestem Wetter losgehen. In Begleitung zweier Lauterbacher machte sich die Truppe auf in den Wald zum Parcours. Parcours sind 3 Positionen aus denen auf je 5 Wurfscheiben geschossen wird. Wer nun denkt, dass das einfach nur eine 3-Fache Wiederholung sei, dem sei gleich gesagt – Weit gefehlt. Auch wenn die Positionen nur ein paar Meter auseinander liegen, ändert sich einfach alles: Winkel, Richtungen, Hindernisse (ja Bäume können auch im Weg sein). Die Einheimischen waren aber stets für Fragen und Tipps zu haben. Selbstverständlich auch für den ein oder anderen Spaß. Das nahm der Professionalität der beiden nichts, denn sie zeigten einem die eigenen Fehler und lobten was gut war. Das galt nicht nur für unsere Neulinge, auch die erfahren Schützen wurden stets gut beraten.

Vom Wald zurück ins Schützenhaus, haben sich unsere Schützen kurz gestärkt und aufmunitioniert bevor es dann zur nächsten Station, dem Skeet, ging. Im Skeet wird auf verschiedenen Positionen, in einer Art Halbkreis angeordnet, auf eine bis zwei Wurfscheiben geschossen. Zwei Wurfscheiben, werden Dublette genannt, die gleichzeitig geworfen jedoch in einer bestimmten Reihenfolge beschossen werden müssen. Auf der letzten Station, wird zudem noch eine einzelne Wurfscheibe beschossen, der so genannten Biertaube. Der Name sollte selbsterklärend sein. Falls nicht – wer verfehlt, zahlts Bier… oder auch den Salat, die Worscht usw.

In der folgenden kleinen Pause sollte dann die Mittagspause geplant und vorbereitet werden. Zusammen mit den Lauterbachen wurde der Grill und alles was sonst noch so dazugehört vorbereitet. Während sich unsere Schützen zu einer Runde Parcours auf dem Skeet-Platz wiederfanden, kümmerten sich unsere Damen ums Essen. Das Prinzip diesen Parcours ist gleich dem des Waldes, nur dass hier die Position vom „Spielleiter“ irgendwo auf dem Platz frei gewählt wurde. Ebenso auch die Wurfmaschine und Reihenfolge der Tauben. Somit lag hier der Spassfaktor deutlich am höchsten. Selbst eine nahe, langsame Scheibe kann fern eines Treffers sein. Kaum zu glauben, aber wahr.

So, nun war die Mittagspause gekommen und alle zusammen ließen es sich schmecken.

Nun machten sich die erste Müdigkeit bemerkt des fortgeschrittenen Tages bemerkbar. Die ersten Schützen beendeten den Tag mit der zweiten und letzten Runde Trap, während die Anderen wieder bereit machten zu einer weiteren Runde Parcours auf dem Skeet-Platz. Diese Runde sollte sich dann auch als Abschluss eines sehr gelungen Tages herausstellen, denn mit ihr endete auch das gute Wetter und der erste Regen kam auf. Also hieß es zusammenpacken, Schulden bei den Lauterbachern ausgleichen, Autos beladen, sich verabschieden und die Heimreise antreten.

Abschließend noch die Lehren des Tages:

  • Neben der Schutzbrille (die Pflicht ist) empfiehlt sich eine Kopfbedeckung. Reste der Scheibe können näherkommen als man denkt.
  • Die Scheibe wird von hinten aufgenommen, geschnitten und vor der Scheibe der Abzug betätigt
  • Die Scheibe aufnehmen und in den Anschlag gehen ist eine fließende Bewegung
  • Sitzt der Anschlag nicht korrekt, folgen blaue Flecke
  • Immer genug Futter für die Flinte in den Taschen haben
  • Der Gürtel, an dem die Munitionstasche befestigt werden soll, ausreichend stabil wählen
  • Jeder kann treffen und selbst Profis treffen nicht immer (aber fast)
  • Vorsicht, Suchtgefahr!!!

Text: Rick Seidel 
Fotos: Alex Wörl